Habsburgsgeschlecht

Haus Habsburg

Der berühmte Name Habsburg geht zurück auf die Burg Habsburg, die sich auf dem Gebiet der heutigen Schweiz befindet. Hier hatten die Habsburger ihren Stammsitz und seit dem Jahr 1100 führten sie den Familiennamen Habsburg .Als erste  bestieg im Jahre 1273 Graf Rudolf den römisch-königlichen Thron. Im Jahre 1278 gewinnt der römische König Rudolf die Schlacht auf dem Marchfeld, wodurch er für seinen Sohn Albrecht Ober- und Niederösterreich gewinnt.

Einige Mal versuchen sich die Habsburger in der Mitteleuropa durchzusetzen. Im Jahre 1526 steigt der Ferdinand I. als erster Habsburger auf den tschechischen Thron, dank der Ehe mit Anna Jagiellon und sichert sich somit Erbeanspruch. Im Jahre 1528 wird Ferdinand I. König von Ungarn und 1521 römischer König. Die Herrschaft über Mitteleuropa kann er 400 lange Jahre halten.

Als Ferdinands überaus  fähiger Nachfolger  wird sein Sohn Maxmilian II. (1564  -1576) genannt, dieser hält durch zahlreiche politische Kompromisse  eine stabile Habsburgregierung und bemüht sich um eine wirtschaftliche Ausgewogenheit Ungarns.1548 heiratet er die Tochter seines Onkels, römischen Kaisers Karl V., die Cousine  Maria von Spanien. Aus der Ehe gingen 16 Kinder hervor.

Der Nachfolger, künstlerisch veranlagter Rudolf II. (1576 – 1611) erzielte am spanischen Hof eine, für österreichische Verhältnisse, überdurchschnittliche  Bildung. Er ist ein widerspruchsvoller Regent, anstatt Politik interessiert er sich für Kunst und  Alchimie. Zahlreiche Differenzen mit seiner Familie, insbesondere mit seinem Bruder Matthias, zwingen Rudolf Wien zu verlassen und 1583 nach Prag überzusiedeln, jedoch auch dort kommt er nicht zur Ruhe. Im Bruderzwist wurde von Matthias die Initiative ergriffen Rudolf abzulösen und er zwingt ihm zur Abdikation.

Der ambitionierte Matthias hat ebenso wenig Glück im Königreich, die Ehe  mit Anna von Tirol blieb kinderlos, als seinem Nachfolger sucht er sich  Ferdinand II. von Innerösterreich  aus, der aus der Nebenlinie der Habsburger aus Steiermark stammt. Der künftige Herrscher beschränkt den politischen Einfluss von Matthias und er tritt hart auf gegen den Adel (Prager Fenstersturz). Die Generalversammlung  lehnt  es ab Ferdinand II. als tschechischen König anzuerkennen, er wird als entthront erklärt und an seine Stelle wird 1619 Friedrich V. von der Pfalz gewählt (1619 – 1621).

Ferdinand III., Sohn von Ferdinand II. und Maria Anna von Bayern. 1625 lässt ihm sein Vater zum König von Ungarn krönen, 1627 zum König von  Böhmen und 1636 wird  er römischer König. Nach dem gewaltsamen Tod des Albrechts von  Wallenstein, welchen Ferdinand II. wegen mutmasslichen Verrats veranlasst hat ermorden zu lassen,  wird er  1624 zum Oberbefehlshaber der kaiserlichen Truppen genannt. Nach dem Tod seines Vaters (1637) wird er zum Kaiser  des Heiligen Römischen  Reiches.

Ferdinand III. lässt seinen ältesten Sohn Ferdinand IV. zum König von Böhmen, Ungarn und römischen König krönen, dieser stirbt jedoch vorzeitig und zum König wird Ferdinands vierter  Sohn Leopold gekrönt. Nach dem Tod von Ferdinand III. gestaltet sich die Nachfolge für Leopold als schwierig, die längste Wahl des römischen Königs dauerte fast ein Jahr lang , aber Leopold  konnte sich durchsetzen, wurde 18.7.1658 zum römischen König gewählt und am 1.8. zum Kaiser gekrönt. Weiterer Nachfolger ist Joseph, Sohn von Leopold und Eleonore von Neuburg. Bereits im Kindesalter  wird er zum ungarischen und römisch-deutschen König gekrönt, zum böhmischen jedoch nicht. 1705, nach dem Tod von Leopold, befindet sich das Reich in einer schwierigen Lage, der junge Joseph ist jedoch bereits ein fähiger und gebildeter Herrscher. Zahlreiche Reformen und Friedensverhandlungen werden durch seinen unerwarteten Tod ( 1711 ) unterbrochen. Thronfolger wird der jüngste Sohn  von Leopold und Eleonore von Neuburg. Der Bruder von Joseph, der Karl VI. wird zum römisch –deutschen Kaiser   (1711  –  1740). Im Jahre 1713, nach langen Kämpfen, schliessen Karls Verbündete  Frieden mit erschöpftem Frankreich  und treten an Philipp V. (von Anjou  oder auch Philipp V. von Spanien) den spanischen Thron ab. I.J.1714 bekommt Karl VI.  einen Teil der reichen spanischen Besitzungen als Entschädigung für den spanischen Thron ( Spanisches Niederland  ) wie auch spanische Besitzungen in Italien. In der von ihm erlassenen Pragmatischen Sanktion von 1713 war die Unteilbarkeit der habsburgischen Länder vorgesehen sowie die sekundäre weibliche Erbfolge. Nach dem Tod Karls VI. (20.10.1740) fehlte die männliche Thronfolge, zum Nachfolger wurde  Karls älteste Tochter Maria Theresia, die so zur ersten habsburgischen Herrscherin wird. Im ganzen Namen Maria Theresia Walburga Amalia Christina heiratet sie am 12.2.1736 ihren geliebten Herzog Franz Stephan von Lothringen.

In einigen Phasen beginnen Kriege über die österreichische Erbschaft (1740-1748). Es folgt der siebenjährige Krieg (17526-1763). Am 18.8.1765 stirbt plötzlich  Franz I., der Ehemann von Maria Theresia. Nach seinem Tod wird zum Kaiser deren ältester Sohn Joseph II. (1765-1790), an Seite seiner Mutter regierte er bis zum Jahr 1780.Er führte eine  breite Anzahl von Reformen durch. Im Laufe seiner Regierung hat er um etwa 6000 Verordnungen erlassen (Aufhebung der Zensur, Abschaffung der Todesstraffe, Untertänigkeit). Joseph II. starb am 20.2.1790.

Zum zweiten Kaiser der Habsburg- Lothringen Dynastie wird sein jüngerer Bruder Leopold II. (1790- 1792). Leopold II. löst  geschickt  vererbte Probleme der Josephs Regierung, kaum bewältigt er jedoch die Verhältnisse im Lande wie auch ausserhalb  zu stabilisieren, am 1.3.1792 stirbt er unerwartet.

Den Thron besteigt sein ältester Sohn Franz II.  Seine Regierung wird von dem französischen Heerführer Napoleon Bonaparte schwer gezeichnet. Am 6.8.1806 erfolgt seine Niederlegung der heiligen römischen Kaiserkrone, er schafft dadurch den Rang des römischen Kaisers  ab. Seine Herrschaft begrenzt sich somit  lediglich auf Alpen-Geburtsbesitzungen, böhmische und ungarische Krone, er bleibt somit nur ein  Kaiser von Österreich. Am 2.3.1835 stirbt Franz II.

I.J.1835 wird Ferdinand V., der Sohn von Franz II. und Maria Theresa von Neapel-Sizilien nach dem Tod seines Vaters zum Kaiser von Österreich. Dank seines sanften Auftretens bekommt er den Beinamen  Der Gütige. Am 2.12. 1848 tritt er feierlich zu Gunsten  von Franz Joseph ab. Franz Joseph I. war einer der längstens herrschenden Regenten der Welt, er erreichte ein hohes Alter und wurde 86 Jahre alt.

Den Thron sollte Franz Ferdinand d´Este besteigen, jedoch er wurde 1914 in Sarajevo ermordet. Nach dem Tod von Franz Joseph I. wurde zum neuen Kaiser Karl. Karl war der älteste Sohn von Erzherzog Otto und Maria Josepha Luise von Sachsen. Karls Grossvater, Erzherzog Karl Ludwig Habsburg- Lothringen, war der Bruder des Kaisers Franz Josephs I.  Karl war der letzte König von Böhmen und der letzte Kaiser von Österreich.

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